Vielen Dank an alle unsere Unterstützer

20 Jahre Kommando

 

Was für ein prächtiger Rahmen: einerseits das Schloss Ludwigsburg zum offiziellen Festakt, andererseits die prall gefüllte Graf-Zeppelin-Kaserne am Standort Calw. Zahlreich waren Angehörige, Ehemalige Kommandos, Kameraden, Freunde, Mitstreiter und nationale/ internationale Brüder der Spezialkräfte Gemeinschaft erschienen.

Die an diesem Tag permanent zu beobachtenden, scheinbar nicht endenden Begrüßungs-Umarmungen untereinander, sowie freudestrahlende Gesichter sind Indiz einer besonderen Verbundenheit, Kameradschaft und Freundschaft. Dahinter stecken gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse, welche genügend Poesie-Alben füllen können.

Der dargebotene Rahmen in Calw (u.a. Musik und Attraktion), erntete viel positive Resonanz. Die hier vorherrschende Leichtfüßigkeit und Gelassenheit soll nicht über die im Hintergrund liegenden Anstrengungen jedes in der Organisation befindlichen Kameraden hinwegtäuschen. Stellvertretend für all die fleißigen Bienchen soll an dieser Stelle der Dank an unseren rastlosen MadMike gerichtet werden. Auch die GDK hat sich nicht unerheblich an der Organisation beteiligt, was ohne unsere Unterstützer und außergewöhnliche, individuelle Beiträge so nicht möglich gewesen wäre.

Vielen Dank dafür!

Das wunderschöne Schloss Ludwigsburg und das prächtige Wetter bot eine ehrwürdige Kulisse für das Antreten des KSK. Der ein oder andere Teilnehmer der angetretenen Formation durchlief jedoch im Angesicht der Sonne ein sprichwörtliches Wechselbad der Gefühle. Nationale, sowie internationale Honoratioren und Persönlichkeiten füllten die Ehrentribünen.

Neben den umfassenden Reden des Kdr KSK, welche alle Ebenen und Facetten des Kommandos eingehend darstellten, würdigte der Chargé d´Afffaires, Herr stellv. Botschafter Logsdon, der U.S. Botschaft in Berlin in seiner Ansprache die Leistungen des KSK. Nach Verlesen der Laudatio der verliehenen Presidential Unit Citation für den Beitrag OEF wurde der dazugehörige Streamer offiziell an die Truppenfahne des KSK geheftet. Insbesondere die mit Idealismus ausgestatteten und im hoheitlichen Auftrag stehenden Anwesenden durften mit Erklingen der abschließenden Nationalhymnen eine Atmosphäre erfahren, welche unter die Haut ging.

 

Ein „Berliner“ Redeanteil von deutscher Seite hätte das Ereignis in Ludwigsburg durchaus komplettieren können, insofern sich das Kommando sicherlich nicht als Selbstzweck sieht und sich seine eigenen Geburtstagswünsche selbst ausspricht. Obwohl in der Ausgestaltung der Festivitäten, als auch im grundsätzlichen Charakter des Kommandos das Bottom-Up Prinzip gelebt wurde bzw. gelebt wird, wirkt ein Top-Down Signal an angemessener Stelle motivierend und anerkennend.

Ob das neu geschaffene Cyber Command der Bundeswehr sich ähnlichen Dynamiken ausgesetzt sieht, bleibt fraglich. Hinlänglich bekannt ist, dass die Führungsstruktur der Spezialkräfte der Bundeswehr, trotz langjähriger Bestrebungen und unzähligen Lippenbekenntnissen, dass Spezialkräfte das Mittel der Zukunft sind, noch kein wünschenswertes, autonomes Autoritätsniveau erreicht hat, wobei Grabenkämpfe auf höchster militärischer Ebene vermutlich ebenso nicht ganz unschuldig an dieser Situation sind. Eine Schlagwort Recherche des Begriffes Spezialkräfte im erst kürzlich erlassenen Weißbuch der Bundeswehr fasst den zuvor dargestellten Sachverhalt symptomatisch zusammen.

Diese Erscheinung ist jedoch noch lange kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen, ganz im Gegenteil: Spezialkräfte machen dort weiter, wo andere sich aufgeben.

Insgesamt war die Festwoche für alle Teilnehmenden eine runde Sache mit tollen Events. Der im neudeutschen SOF Jargon titulierte 3D-Operator (Diplomacy, Development, Defense) hat mal wieder gezeigt, dass er auf vielen Klavieren spielen kann.

 

„IT´S A LONG WAY TO THE TOP“

AC/DC, 1975, ALBUM T.N.T

 

 

 

General a.D Hans Heinrich Dieter

Die Spezialkräfte der Bundeswehr sind einmalig in den Streitkräften.

 

Sie sind im besten Sinne des Wortes Elite und einsatzbereit – jederzeit – weltweit. Und diese besondere Truppe ist auch sicherheitspolitischer Ausdruck der Souveränität der wiedervereinigten europäischen Mittelmacht Deutschland mit stark gestiegener außenpolitischer Verantwortung. Das haben viele Politiker offenbar noch nicht richtig verstanden und auch einige Militärs wissen mit diesem sicherheitspolitischen Instrument noch nicht angemessen umzugehen. Das ist erstaunlich.

 

1994 hat Deutschland im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Ruanda entschieden, eigene militärische Kräfte für mögliche Evakuierungen deutscher Staatsbürger aus Krisengebieten im Ausland verfügbar zu machen. Im Oktober 1996 wurde das Kommando Spezialkräfte in Dienst gestellt. Zunächst nur als Speerspitze einer Evakuierungsfähigkeit der Bundeswehr gedacht, wurden die Spezialkräfte aufgrund ihres Fähigkeitenspektrums seit 1998 regelmäßig mit unterschiedlichen Aufträgen eingesetzt und haben sich international einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

 

Entsprechend der gültigen NATO-Doktrin sind Spezialkräfte für militärische Operationen verfügbar zu halten, die wegen der Besonderheit und politischen Bedeutung des Auftrages, wegen der Besonderheiten der – ggf. auch verdeckten und mit hohem Risiko verbundenen – Aufgabenerfüllung sowie der Bedeutung der Ziele der Operationen nach anderen Grundsätzen und Verfahren durchgeführt werden müssen als Einsätze herkömmlicher Truppen.

 

Solche Einsätze im Spektrum vom Gewinnen spezifischer, zeitkritischer Informationen mit strategisch-operativer Bedeutung, über offensive Maßnahmen zur Abwehr terroristischer Bedrohung und Bekämpfung subversiver Kräfte, bis hin zur Befreiung von Personen aus Geiselhaft - unter Anwendung militärischer Gewalt - erfordern besondere Fähigkeiten, besonders ausgesuchtes, körperlich besonders leistungsfähiges und psychisch besonders stabiles Personal mit einem Ausbildungs- und Einsatzbereitschaftsstand, der höchsten militärischen Ansprüchen genügt. Solche Einsätze erfordern wirkliche Profis.

 

Spezialkräftesoldaten sind daher keine normalen Soldaten der Bundeswehr. Sie wissen, was sie können. Sie suchen deswegen die Bewährung. Sie gehen auf in der intensiv gelebten Kameradschaft Gleichgesinnter und zusammen mit diesen Kameraden wollen sie – auch im internationalen Vergleich – zur Elite gehören.

 

Auf dieser Grundlage leisten die Soldaten des KSK einen unentbehrlichen Dienst für die Bundesrepublik Deutschland und riskieren im Einsatz mehr als andere ihr Leben für ihr Vaterland. Das kann man an sich nicht hoch genug schätzen. Deswegen ist es bemerkenswert, dass nicht wenige Politiker es an Wertschätzung gegenüber dem KSK fehlen lassen.

 

In der letzten Woche hat das Kommando Spezialkräfte sein Jubiläum im Schloss Ludwigsburg gefeiert. Gastgeber dieses Festaktes war das Land Baden Württemberg. Der Generalinspekteur der Bundeswehr als Oberbefehlshaber der deutschen Streitkräfte war anwesend wie auch der Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres. Viele hochrangige Vertreter ausländischer Spezialkräfte gaben den Soldaten des KSK die Ehre und der stellvertretende Botschafter der Vereinigten Staaten verlieh dem KSK ein Fahnenband des US-Präsidenten in Anerkennung herausragender Leistungen unserer Spezialkräfte im Kriegseinsatz zusammen mit den US Special Forces in Afghanistan.

 

Das gastgebende Land Baden Württemberg war durch einen sehr nachrangigen Beamten aus dem Agrarministerium vertreten, der Landtag durch einen MdL, die keine Worte für die Soldaten fanden. Der Deutsche Bundestag, der seine Verantwortung für die Parlamentsarmee Bundeswehr immer lautstark propagiert, war lediglich mit MdB Arnold aus dem Verteidigungsausschuss vertreten. Auch dieser einzige Vertreter des deutschen Parlaments fand keine anerkennenden Worte für die deutschen Spezialkräfte, die seit 1998 ununterbrochen in Einsätzen ihre Haut für Deutschland zu Markte tragen.

 

Diese offensichtliche Missachtung unserer leistungsfähigsten Soldaten durch die deutsche Politik ist ein peinliches politisches Armutszeugnis.

 

 

Der Personalwerbetrupp stellt vor

Das Kommando Spezialkräfte

 

Das Kommando Spezialkräfte – kurz KSK – ist im baden-württembergischen Calw, ca. 30 km südwestlich von Stuttgart, stationiert. Das KSK wurde 1996 zur weltweiten Durchführung von Spezialeinsätzen aufgestellt.

 

Es gliedert sich in den Stab, die Einsatzkräfte, den Unterstützungsbereich, Bereich Weiterentwicklung und den Bereich Ausbildung. Die Einsatzkräfte sind das Herzstück des KSK, sie sind in 4 Kommandokompanien und eine Spezialkommandokompanie gegliedert.

Jede Kommandokompanie besteht aus 5 Zügen, die jeweils für einen Einsatzraum (Land, Wasser, Luft, Gebirge) ausgebildet sind. Die Spezialkommandokompanie gehört zu dem Bereich Kampfunterstützung welche im Schwerpunkt die Kommandokompanien mit Schlüsselpersonal, (Spezialaufklärung, Luftunterstützung, Kampfmittelräumung und K9 /Hunde) unterstützt.

Diese können bei Bedarf weltweit Spezialkräfteoperationen durchführen.

 

Jeder Kommandotrupp besteht aus vier Kommando-feldwebeln. Jeder hat eine von vier besonderen Fertigkeiten als Waffen- u. Taktikspezialist, Spezialist für Pionierwesen, Sanitätsspezialist oder Spezialist für Fernmelde- und Informationstechnik. Ihre Aufträge führen sie stets gemeinsam durch – im TEAM.

 

 

Aufgaben des KSK

 

Zu den besonderen Aufgaben gehören u.a.:

 

• Retten und Befreien aus Geiselsituationen

und Gefangenschaft

• Festsetzen von Zielpersonen

• Schutz von Personen und Einrichtungen in besonderen Situationen

• Gewinnen von Schlüsselinformationen in

Krisen- und Konfliktgebieten

• Kampfeinsätze gegen Hochwertziele

• Abwehr von terroristischer Bedrohung

• Zusammenarbeit und Ausbildungsunterstützung in Aufnahmestaaten

 

 

Anforderungen an den Kommandosoldaten

 

• körperlich leistungsfähig

• teamfähig

• lernwillig

• psychisch belastbar und willensstark

• stresstabil

• verantwortungsbewusst und verschwiegen

• in geordneten sozialen Verhältnissen lebend

 

 

Bewerbungsvoraussetzungen

 

Allgemein:

• deutsche Staatsangehörigkeit

• keine Vorstrafen

• charakterlich, körperlich und geistig geeignet

• fallschirmsprungtauglich und fallschirmsprungwillig

• uneingeschränkt außendienstfähig

 

Offiziere, Unteroffiziere m.P und Unteroffiziere o.P.:

• Offiziere bis 30 Jahre; UmP bis 32 Jahre und UoP bis 28 Jahre

 

Zivile Bewerber und Mannschaften:

• Alter 17 bis 27 Jahre

• Realschulabschluss bzw. gleichwertiger Bildungsstand

oder

• Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung

 

 

Ihre Chance

 

Wir bieten

• eine der interessantesten, vielseitigsten und professionellsten Ausbildungen, die die Bundeswehr zu bieten hat

• Zusammenarbeit mit international bekannten Spezialeinheiten und Polizeikräften

(US Special Forces, SAS, GSG 9 und vielen anderen)

• modernste Ausbildungseinrichtungen

• Ausbildungs- und Übungsphasen im Ausland

• Professionalität auf hohem internationalen Niveau

• modernste Bewaffnung und Ausrüstung

• verkürzte Beförderungszeiten

• Kommandozulage

• Prämiensystem

 

 

Auswahlverfahren KSK

 

Eignungsfeststellungsverfahren Teil I (1 Woche)

• Computer Assisted Testing (CAT) und Psychologische Auswahltests

• Überprüfen der körperlichen Leistungsfähigkeit

- Physical Fitness Test (mind. 3 Punkte pro Einzeldisziplin, mind. 20 Punkte gesamt);

- 5 Klimmzüge im Ristgriff

- 500 m Schwimmen in max. 15 min

- Überwinden der Hindernisbahn (Feldanzug, Helm) in max. 1:40 min

- Fallschirmsprungturm

(diese oben genannten Anforderungen sind Mindestleistungen die der Bewerber erfüllen muss)

 

10-wöchiges Vorbereitungsprogramm zur Vorbereitung auf den zweiten Teil

 

Eignungsfeststellungsverfahren Teil II (8 Tage)

• 7 km Geländelauf in Feldanzug mit 20 kg Gepäck in max. 52:00 min

• Überleben und Durchschlagen unter extremen Belastungen (1 Woche)

 

SERE / CAC Lehrgang (3 Wochen)

• davor Kommandogrundlagenausbildung (8 Wochen)

 

Nach erfolgreichem Bestehen des gesamten Auswahlverfahrens erfolgt die Versetzung zum KSK.

 

 

Ihr Weg ins KSK

Für zivile Bewerber und Mannschaften:

 

• Teilnahme an der Eignungsfeststellung für die Feldwebellaufbahn in einem Zentrum für Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr

• Einstellung als Kommandofeldwebelanwärter am „Ausbildungszentrum spezielle Operationen“ in Pfullendorf. (01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. jeden Jahres)

• 36-monatige Ausbildung zum Kommandofeldwebelanwärter / Fallschirmjägerfeldwebelanwärter.

• Dabei: Teilnahme am Auswahlverfahren KSK

• Bei bestehen Auswahlverfahren: Versetzung ins KSK und Beginn der Kommandoausbildung

• Bei Nichtbestehen: Einsatz als Fallschirmjäger-feldwebel in der Division für Schnelle Kräfte

 

 

Basisausbildung

zum Kommandosoldaten

 

• Dauer: 2 Jahre

• Ort: Ausbildungs- und Versuchszentrum KSK in Calw, Truppenschulen des Heeres, Spezialverbände und Ausbildungseinrichtungen anderer Spezialkräfte im In- und Ausland

• Ausbildung in Kommandokampf und Kommandokampftaktiken

• Fallschirmspringen, Nahkampf, Reaktionsschießen, Sprengen, Ausbildung an ATV´s, Sturmbooten, Ski-Doo`s etc.

• Spezielle Sanitätsausbildung

• Überleben in extremen Klimazonen:

Wüste, Dschungel, Arktis

• Spezialisierung auf eine Verbringungsart in einem unserer Spezialzüge (Land, Luft, Wasser, Hochgebirge)

• individuelle Spezialisierung als:

Waffen-, Spreng-, Fernmelde- oder Sanitätsspezialist

 

 

Bewerbung

 

Offiziere, Unteroffiziere m.P., Unteroffiziere o.P:

• Bewerbungsbogen beim KSK anfordern oder Mustervordruck aus GAIP 34-06-00

• Eine Ausfertigung über den nächsten Disziplinarvorgesetzten an Ihre personalbearbeitende Stelle, zweite Ausfertigung an das KSK – Leiter Personalwerbung.

 

 

Link für aktive Soldaten:

http://160.9.25.65/gaip4/index.php?title=GAIP_BAPersBw_Abt_IV_-_KeNr_34-06-00

 

 

Link für zivile Bewerber/Bundeswehr Beratungsstellenfinder:

http://mil.bundeswehr-karriere.de/portal/a/milkarriere/!ut/p/c4/DcexDYAwDATAWVgg7unYAmiQjV7BSgjRE8j6oKtOVvkVfT1q86tollmW3Ufr4fSclHQQwQ_C0EF7SgwVvDcDtf2TmqbhA9CbB5Q!/