In der Vorbereitung zum Memorial Bike Run hatten wir die Idee etwas Einzigartiges zu erstellen. Etwas, das den Geist des Memorial Bike Run repräsentiert. Wir entschieden uns, im Gedenken an die Toten und Versehrten, einen Motorradhelm mit unseren Symbolen gestalten zu lassen. Auf dem Helm sehen wir jetzt den knienden Kommandosoldaten vor dem Brandenburger Tor und der Deutschlandflagge. Seitlich zieren die Logos der Gemeinschaft deutscher Kommandosoldaten und deren Motto „Einer von uns“ sowie an der Vorderseite das Verbandsabzeichen des Kommando Spezialkräfte den Helm.

Der Motorradhelm wurde nach unseren Vorgaben vom Airbrush-Künstler Michel Seitz in stunden liebevoller Handarbeit erstellt.

Michel Seitz arbeitet als freiberuflicher Grafiker und Designer und betreibt seit 1997 sein eigenes Airbrush-Studio erfolgreich in St. Blasien im südlichen Schwarzwald (www.airbrush-seitz.de). Er zählt zu den führenden Künstlern im Bereich Fotorealismus sowie Customizing von Fahrzeugen.

 

Wir sind überzeugt, dass dieser Helm wiederspiegelt, wofür die Gefallenen ihr Leben gaben und die Versehrten ihre Gesundheit opferten - das Einstehen für Demokratie, Toleranz, Freiheit, Humanität und Liebe zum Vaterland. Getreu dem Motto: „Der Mensch ist erst wirklich vergessen, wenn niemand mehr an Ihn denkt.“ (Bertolt Brecht) wird dieser Helm zu Gunsten aller, die für diese Werte einstehen, versteigert.

 

Abhängig von der erzielten Summe wird festgelegt, welches Projekt bzw. welche Projekte unterstützt werden.

Das Startgebot beträgt 800€. Gebote werden bis zum 31.07.2016 unter info@diekommandos.de entgegengenommen.

 

Die Sandhölle wartet

Pressemitteilung

Airborne-Fit-Run. Die Sandhölle wartet.

Mehr als 500 Teilnehmer haben sich für den Hindernislauf angemeldet.

Bümmerstede

Am Sonnabend, den 3. September heißt es auf dem Übungsplatz der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Bümmerstede „es ist angerichtet“. Dann wird dort zum sechsten Mal das Hindernisrennen der besonderen Art des Vereins „Airborne-Fit-Run e. V.“ ausgetragen.

Die abwechslungsreiche Strecke befindet sich auf einem Standortübungsplatz. Auf einer Gesamtlänge von etwa 20 km sind in zwei Runden mit jeweils mindestens 8 Hindernissen pro Runde zu überwinden. Es wartet eine Vielzahl von Bodenbeschaffungen auf euch. Es beginnt mit einer Rasenfläche, gefolgt von Sandboden. Der Übungsplatz ist eine herrliche, leicht hügelige Naturlandschaft mit leichtem Mischwaldbestand, der von vielen Naturwegen durchzogen ist. Es verspricht den einen ein abwechslungsreicher Erlebnislauf der besonderen Art zu werden und für die anderen ist es schlicht die „Sandhölle“.

Wir vom Verein„Airborne-Fit-Run e. V. sehen es sportlich und freuen uns, dass es bereits seit Ende Juni einen Teilnahme-Rekord gibt: „Die Marke von 500 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist geknackt und somit sind wir voll, aber wir freuen uns über zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer“, sagt Andrea Klose vom Organisationsteam. Diesmal sind sogar 36 Teams dabei – 11 beim Classic-Lauf und 25 beim Short-Lauf (siehe Infokasten). Die Teams bestehen aus vier Läufern, die zusammen das Ziel überqueren müssen.

Wettbewerbe

1.

Airborne-Fit-Run e.V. classic:

20 km (2 Runden á 10 km) mit je 8 Hindernissen

 

 

Alter Teilnehmer: ab 18 Jahre

2.

Airborne-Fit-Run e.V. short:

10 km (1 Runde) mit 8 Hindernissen

 

 

Alter Teilnehmer: ab 18 Jahren

3.

Airborne-Fit-Run e.V. junior:

10 km (1 Runde) mit 8 Hindernissen

 

 

Alter der Teilnehmer: 16/17 Jahre (Alter am Veranstaltungstag)

 

 

 

 

„Wir freuen uns, dass in diesem Jahr Stephan Albani (MdB) die diesjährige Schirmherrschaft zum Airborne-Fit-Run übernommen hat. Es ist eine besondere Ehre, die uns zu Teil wird.“

Aktiv mitmachen kann man nun leider nicht mehr, aber zugucken und die Läuferinnen und Läufer anfeuern oder sich Appetit für 2017 holen und schon Strategien überlegen? Eine Überlegung ist es allemal wert. Start des AFR “classic” über 20 km ist um 12:00 Uhr, der Start zum AFR “short” und “junior” über 10 km ist um 12:30 Uhr auf dem Standortübungsplatz an der Ecke Sandkruger Straße/Sprungweg. Die Hindernisse sind für die Zuschauer bequem zu erreichen, somit kann man an den einzelnen Stationen beobachten, wie sich die Athletinnen und Athleten ihrer selbst erwählten Quälerei stellen. Während dort geschwitzt, gekrabbelt und vielleicht auch geflucht wird, gibt es für die Kinder – auch jede Menge Spaß im Sand daneben. Also ein Familienausflugsprogramm der besonderen Art.

„Neben der sportlichen Leistung steht bei diesem Wettbewerb natürlich der Spaß im Vordergrund und wir freuen uns, wenn wir am Ende dieses ereignisreichen Tages viele müde und glückliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben. Dennoch dient das Rennen auch wieder einem guten Zweck“, betont Andrea Klose. Mit dem Startgeld und Spenden unterstützt der Verein stets regionale Projekte für Mensch und Tier sowie die soldatische Betreuung. Diesmal geht laut dem Verein je ein Drittel der gesammelten Spenden an

Natur-/Umweltschutz: Storchenstation, Berne,

das Kinderhospiz, Oldenburg

und als Dank für die Nutzung des Standortübungsplatzes Bümmerstede einem soldatischen Zweck zu. Ein konkreter Spendenzweck steht noch nicht fest. „Dieser Betrag wird über die Gemeinschaft der Kommando-Soldaten dazu beitragen, in geeigneter Form Menschen zu helfen, die unter den Folgen ihres militärischen Einsatzes leiden“, so der Verein.

Veranstalter

Der Verein Airborne-Fit-Run e.V. ist der Veranstalter des Airborne-Fit-Run e.V., der 2016 das 6. Mal in Oldenburg stattfindet. Unser Org.-Team besteht aus ehrenamtlichen und sportbegeisterten Helfern, die aus unterschiedlichster Motivation den Airborne-Fit-Run e.V. möglich machen.

Veranstaltungszweck

Der Airborne-Fit-Run e.V. ist auch in diesem Jahr ein Wohltätigkeitslauf. Der Erlös der Veranstaltung wird folgenden Spendenzwecken zugeführt: gemeinnützige Einrichtungen für Menschen, Tierschutzprojekte und soldatischer Betreuung. Dabei stehen für uns Projekte aus unserer Region im Vordergrund.

Termin Samstag, 3. September 2016

Start: 12:00 Uhr AFR “classic” 20 km

Start: 12:30 Uhr AFR “short” und “junior” 10 km

Ort

Standortübungsplatz Oldenburg-Bümmerstede

Ecke Sandkruger Straße – Sprungweg

26133 Oldenburg

General a.D. Hans Heinreich Dieter

Auf die Frage im heutigen DLF-Interview, wo die Bundeswehr aktuellen Anforderungen tatsächlich nicht mehr gerecht werden kann, antwortet Oberstleutnant Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes: „Na ja. Es ist schon so, dass grundsätzlich wir am tiefsten Punkt sind, was Einsatzbereitschaft anbelangt, seit 1990. Zwar können wir problemlos, ich muss jetzt sagen nahezu problemlos, denn es ist natürlich vielfältig, was das Aufgabenspektrum anbelangt, bestimmte Einsätze in Mali, im Nordirak, nach wie vor in Afghanistan schultern. Aber wir sind auch in vielen Bereichen wirklich im roten Bereich, wenn ich nur mal die Marine oder Teile der Luftwaffe nenne.“

 

Und im Zusammenhang mit der jahrelangen Unterfinanzierung der Bundeswehr sowie den Mängeln und Unzulänglichkeiten der zu Guttenberg/de Maizière-Reformen fügt er hinzu: „Die Bundeswehr ist der mittlerweile größte Sanierungsfall, den man sich vorstellen kann in der Bundeswehr. Deswegen spreche ich auch immer nicht von Aufrüstung oder solchen Dingen, sondern eigentlich geht es erst mal nur darum, diese Dinge, die momentan im Argen liegen, im Bereich Material, Personal, Infrastruktur, einfach erst mal wieder zu richten, um die Anforderungen, die heute die Politik mehr denn je an uns stellt, tatsächlich gewährleisten zu können, und dafür muss der Haushalt enorm aufwachsen.“

 

Das sind vom Inhalt her starke Worte und eine massive Kritik am Deutschen Bundestag, der die jahrelange Unterfinanzierung der Parlamentsarmee Bundeswehr zugelassen hat. Das ist eine sehr herbe Kritik an die für Sicherheitspolitik verantwortlichen Politiker. Und das ist auch starke Kritik an der militärischen Führung, die für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte verantwortlich ist, und die der Politik Missstände und Unzulänglichkeiten in der Bundeswehr ungeschönt darzulegen und Maßnahmen zur Abhilfe aufzuzeigen sowie einzufordern hat.

 

Oberstleutnant Wüstner von der Interessenvertretung der Bundeswehr ist der einzige aktive Offizier, der Kritik öffentlich äußert und der auch von den Medien angefragt wird. Am Tag des 60-jährigen Bestehens des Zentrums „Innere Führung“ in Koblenz darf man da sicher die Frage stellen, ob die Bundeswehr da ihrer Philosophie „Innere Führung“ gerecht wird. Denn Offiziere dürfen ja nicht zu Ausführungsgehilfen falscher oder auch die Einsatzbereitschaft beeinträchtigender Politik werden.

 

Bundespräsident Gauck hat am 20. Juli 2013, in einer Rede zum Gedenktag des militärischen Widerstandes gegen Hitler, den Soldaten der Bundeswehr ins Stammbuch geschrieben, sie sollten "nicht nur Befehle ausführen, sondern kritisch mitdenken und für ihre Überzeugungen in Wort und Tat einstehen". Diese Forderung richtete er an die Soldaten aller Dienstgrade, ganz besonders aber an die Vorgesetzten. Bundespräsident Gauck appellierte also an die "Staatsbürger in Uniform" Innere Führung zu leben.

 

Das Staatsoberhaupt fordert von den Soldaten Militärcourage, eine noch seltener geübte Tugend als Zivilcourage. Dabei sind Mut und auch Tapferkeit Teil erfolgreicher Berufsausübung. Aber Offiziere halten sich mit öffentlichen Äußerungen normalerweise sehr zurück, schon weil das Soldatengesetz eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Fehlende öffentliche Äußerung ist zusätzlich sicher dadurch begründet, dass Offiziere sich nicht in überhitzte, teilweise wenig an realen Sachverhalten orientierte politische Debatten hineinziehen lassen wollen, der Hierarchie der militärischen Verantwortung vertrauen und mit gelegentlich falschem Verständnis des Primats der Politik die Verantwortung für öffentliche Äußerungen ausschließlich den Politikern zuordnen. Bei Generalen kommt hinzu, dass sie dem § 50 Soldatengesetz unterliegen und bei missliebigen Äußerungen unter dem Vorwand des Vertrauensverlustes ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden können.

 

Außerdem ist es im Militär durchaus nicht unüblich, Soldaten, die Missstände aufzeigen oder das System, die politische Leitung bzw. die militärische Führung kritisieren und Korrekturen fordern, hinter vorgehaltener Hand als Wichtigtuer, Nestbeschmutzer oder Denunzianten anzusehen. Dabei wird allerdings übersehen, dass verantwortungsbewusste Pflichterfüllung vom Staatsbürger in Uniform geradezu verlangt, Missstände, die die Auftragserfüllung beeinträchtigen, aufzuzeigen und nötigenfalls auch öffentlich anzuprangern, wenn Abhilfe offenbar nicht anders zu erreichen und der „Dienstweg“ ausgeschöpft ist. Der Bundespräsident forderte also nicht viel mehr als gute, an der Führungsphilosophie der Bundeswehr orientierte Pflichterfüllung.

 

Der Generalinspekteur ist als Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ministerin für die Bundeswehr verantwortlich. Er ist diesbezüglich in höchstem Maße sachkundig und kann als militärischer Berater der Ministerin und der Bundesregierung die Sachverhalte in den Politischen Rahmen einordnen. Warum kommt der Generalinspekteur nicht häufiger, wenn nötig auch kritisch, zu Wort. Die Inspekteure sind die obersten Soldaten von Heer, Luftwaffe und Marine sowie von der Streitkräftebasis und vom Sanitätsdienst. Warum erhalten sie nicht vom Minister den Auftrag, Sachverhalte oder auch Probleme aus ihren Verantwortungsbereichen zu erläutern oder zu kommentieren? Die Bundeswehr hat hervorragende Fachleute, warum sollen die immer nur aufschreiben, was die Politiker sagen sollten, und nicht selbst ihr Thema vor der Öffentlichkeit militärisch verantworten? Die meist treffende Antwort ist, man lässt sie offensichtlich nicht, sie dürfen nicht!

 

Bundespräsident Gauck hat mit seinem Appell vom 20. Juli 2013 also nur eingeschränkten Erfolg gehabt. Einer der Gründe ist, dass das Staatsoberhaupt nicht die nächste gute Gelegenheit ergriffen und nicht die nächste passende Rede dazu genutzt hat, die klare und eindeutige Forderung an Politiker und Volksvertreter zu formulieren, dass sie die Soldaten zu Wort kommen lassen, zu Stellungnahmen auffordern und sich auch berechtigter Kritik stellen sollen.

 

Denn wenn man mutige Spitzen-Staatsbürger in Uniform nicht zu Wort kommen lässt, beschneidet man sie in ihrer Würde und behindert sie in der Wahrnehmung der Verantwortung für ihre Soldaten und die Auftragserfüllung, besonders im Einsatz.