Gedenklauf für unseren gefallenen Kameraden

 

A-F`10 am 25. Juni 2017 im Pfälzerwald

Beim "A-F`10" (Engl. gesprochen AF-ten) reicht es nicht, wenn Ihr Ausdauer habt, es muss auch mehr vorhanden sein, als Kraft in den Oberschenkeln. Bei dieser Sportveranstaltung müsst Ihr physisch und psychisch belastbar sein und Ihr müsst den Willen haben, Euch mit einem 16kg/20kg Rucksack, über 16km/8km mit einigen Höhenmetern und Steigungen von bis zu 12% zu quälen. Es wird aber auch ein eindrucksvolles Erlebnis werden. Denn die Laufstrecke führt Euch im nördlichen Ende des Pfälzerwaldes auf Wald-, Wiesen und Feldwegen entlang. Ergänzt wird der Untergrund durch einige Asphaltpassagen.

Gestartet wird auf dem Freizeitgelände des Eisenberger Ortsteils Steinborn, welcher ca. 30km nord-ostwärts von Kaiserslautern liegt.

Fakten zum Lauf:

# Wo: 67304 Steinborn (Rheinland-Pfalz), Ostring 2

# Startberechtigung: Startberechtigt sind Läufer ab 18 Jahre mit Anerkennung der Haftungsausschlusserklärung.

# Ausrüstung: Jeder Teilnehmer muss einen eigenen Rucksack mitbringen, der stabil genug ist, das Mindestgewicht von 16kg/20kg über die 16km/8km zu tragen. Der Rucksack wird kurz vor dem Start und direkt nach der Zielankunft durch unser Funktionspersonal gewogen. Es wird empfohlen, einen Rucksack mit gepolsterten Schulter- und Hüftgurten zu verwenden. Zudem sorgt ein Brustgurt für zusätzlichen Halt.

# Klassen: # Frauen/Männer (ab Jahrgang 1999) laufen zwei Runden a`8km mit 16kg für den Standardlauf und eine Runde a`8km mit 20kg für den Speziallauf, der gleichzeitig als Gedenklauf für den am 04.Mai 2013 in Afghanistan gefallenen HFw Daniel Wirth gelten soll.

# Die Laufbekleidung beim Standardlauf ist frei wählbar.

# Anders beim Speziallauf. Hier muss der Teilnehmer in langer Outdoorhose, knöchelhohen Stiefeln und mit einem 20 kg Rucksack eine Runde a`8 km absolvieren und unterwegs zusätzlich über eine Distanz von gut einem Kilometer 20 zusätzliche Kilogramm in Form eines Holzstammes auf den Schultern transportieren. Zuvor warten noch 20 Liegestütze auf die Sportler.

Infos: https://www.facebook.com/AirborneFit10/

Anmeldung: https://www.laufmanager.net/Anmeldung/Start.php?ID=Jahr2017/Rucksacklauf

General a.D. Hans Heinrich Dieter

Die Bundeswehr hat Rekrutierungsprobleme, die sich in den nächsten Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung noch verstärken werden. Da ist es angebracht, dass Verteidigungsministerin von der Leyen eine Personalstrategie entwickelt hat, um die Bundeswehr über gezielte Personalgewinnung zu einem „wettbewerbsfähigen, modernen und attraktiven Arbeitgeber“ zu entwickeln.

 

Die überhastete Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht vor fünf Jahren hat die Rekrutierung von qualifiziertem Nachwuchs deutlich erschwert. Im militärischen Bereich fehlen vor allem Spezialistinnen und Spezialisten; besonders betroffen sind die Laufbahnen der Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes sowie zunehmend auch der Fachunteroffiziere in technischen und informationstechnischen sowie sanitätsdienstlichen Bereichen. Der Bedarf an IT-Spezialisten ist besonders hoch. Der Wehrbeauftragte Bartels meint dazu: „Im Juni 2016 hatten wir die kleinste Bundeswehr aller Zeiten.“

 

Zur erfolgreicheren Personalbedarfsdeckung wurde im Mai 2016 eine „Trendwende Personal“ eingeleitet, „die keine starren personellen Obergrenzen, sondern einen atmenden Personalkörper vorsieht, der sich in der Größe und Qualität flexibel an den jeweiligen tatsächlichen Aufgaben und damit am Bedarf orientiert.“ Ein erster Hauch von Erfolg ist zu verzeichnen. Von den im März offenen 700 militärischen und zivilen Stellen als IT-Administratoren sollen bereits 67 Prozent besetzt sein.

 

Die Trendwende Personal wird nun ergänzt durch die Personalstrategie, die mit Zeithorizont 2025 personalstrategische Ziele formuliert, aus denen sich Stoßrichtungen und Teilziele ableiten lassen, mit denen sich die Bundeswehr auch dauerhaft als „sinnstiftender und qualifizierender Arbeitgeber“ in Position bringen will, der bestrebt ist „- wo immer möglich –, die Anforderungen des Dienstes mit familiären und privaten Aspekten sowie den individuellen Lebensphasenihrer Beschäftigten in Einklang zu bringen.“

 

Um das dringend benötigte Personal zu gewinnen, will die Bundeswehr offenbar verstärkt Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss anwerben, die ihren Abschluss parallel während der Dienstzeit nachholen können, wenn sie sich als Zeitsoldat verpflichteten. Die Verpflichtung als Zeitsoldat soll bis zur Dauer von 25 Jahren möglich werden. Es soll außerdem künftig auch über 30-jährigen Quereinsteigern möglich sein, sich als Feldwebelanwärter zu verpflichten. Darüber hinaus sollen mehr Frauen für den Dienst als Soldat gewonnen werden. Auch Bürgern aus anderen EU-Staaten soll künftig eine Soldatenkarriere in der Bundeswehr möglich sein. Dazu müssen allerdings erst die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

 

Es ist unzweifelhaft, dass die Bundeswehr nur einsatzfähig gehalten werden kann, wenn qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl gewonnen wird. Das gelingt derzeit - mit Abstrichen - noch. Die demographische Entwicklung, die zunehmende Zahl von Abiturienten, die nicht studierfähig sind und die stark wachsende Zahl von jungen Menschen ohne Schulabschluss sowie ohne Ausbildungsfähigkeit trotz Schulabschluss macht es in Verbindung mit der starken Konkurrenz der Wirtschaft erforderlich, alle tauglichen Möglichkeiten der Personal-Bedarfsdeckung auszuloten.

 

Es darf aber bezweifelt werden, dass die hochtechnisierte Bundeswehr von jungen Menschen ohne Hauptschulabschluss hinreichend profitiert, wenn erst langwierig und kostspielig der Abschluss nachgeholt werden muss, um dann die jungen Soldaten für eine Berufsausübung in der Bundeswehr zusätzlich zu qualifizieren - wenn das überhaupt möglich ist. Wenn die Bundeswehr so zu einem Sammelbecken von „abgehängten“ Bürgern wird, die es normal mit Hilfsarbeiterniveau in den ersten Arbeitsmarkt nicht schaffen, dann ist sie weder „wettbewerbsfähig“ noch „attraktiv“.

 

Sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Dienst von anderen EU-Bürgern als Soldat der Bundeswehr geschaffen werden, dann muss die Auswahl an definierte Qualifikationen gebunden sein. So muss die deutsche Sprache vor Dienstantritt in Wort und Schrift hinreichend beherrscht werden und ein qualifizierter Berufsabschluss nachgewiesen sein. Ein Sprachengewirr von EU-Bürgern, die es in ihren Heimatländern auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht geschafft haben, im Dienst als Soldaten der Bundeswehr ist der Einsatzfähigkeit aber auch der Attraktivität der Truppe abträglich.

 

Über 30-jährige Quereinsteiger können Personalprobleme lindern, wenn sie besonders gut qualifiziert sind. Wer aufgrund seiner Qualifikation eine feste Anstellung mit Perspektive bei einem renommierten Arbeitgeber hat, wird wohl nicht zu Streitkräften mit weltweiten Einsatzverpflichtungen wechseln wollen. Auch hier ist die Gefahr groß, weniger qualifiziertes Personal zu verpflichten und dann nicht nur in militärische Ausbildung investieren zu müssen.

 

Die Bundeswehr sollte darüber hinaus auch nicht vordringlich als attraktiver Arbeitgeber gesehen werden, der einen Job und Qualifizierung bietet, sondern als Dienstherr mit hoheitlichen Aufgaben, der gegebenenfalls mit seinen Soldaten das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes verteidigen will und kann. Deswegen muss auch Personal gewonnen werden, das den fordernden Dienst als deutscher Soldat bestmöglich leisten will und kann. Und dafür müssen auch „Spezialisten“ psychisch und physisch voll geeignet sein.

 

Junge qualifizierte Bürgerinnen und Bürger, die Soldat werden wollen, verpflichten sich nur in modernen, einsatzfähigen Streitkräften und nicht in einer kaputtgesparten Bundeswehr, die von einigen als „Sanierungsfall“ bezeichnet wird, bei dem teilweise nur 30 Prozent des kampfentscheidenden Großgerätes einsatzklar ist. Da muss die Bundeswehr stark an sich arbeiten, sonst röchelt der „atmende Personalkörper“ und die „personalstrategische Stoßrichtung“ führt nicht ans Ziel.

Der Personalwerbetrupp stellt vor

Das Kommando Spezialkräfte

 

Das Kommando Spezialkräfte – kurz KSK – ist im baden-württembergischen Calw, ca. 30 km südwestlich von Stuttgart, stationiert. Das KSK wurde 1996 zur weltweiten Durchführung von Spezialeinsätzen aufgestellt.

 

Es gliedert sich in den Stab, die Einsatzkräfte, den Unterstützungsbereich, Bereich Weiterentwicklung und den Bereich Ausbildung. Die Einsatzkräfte sind das Herzstück des KSK, sie sind in 4 Kommandokompanien und eine Spezialkommandokompanie gegliedert.

Jede Kommandokompanie besteht aus 5 Zügen, die jeweils für einen Einsatzraum (Land, Wasser, Luft, Gebirge) ausgebildet sind. Die Spezialkommandokompanie gehört zu dem Bereich Kampfunterstützung welche im Schwerpunkt die Kommandokompanien mit Schlüsselpersonal, (Spezialaufklärung, Luftunterstützung, Kampfmittelräumung und K9 /Hunde) unterstützt.

Diese können bei Bedarf weltweit Spezialkräfteoperationen durchführen.

 

Jeder Kommandotrupp besteht aus vier Kommando-feldwebeln. Jeder hat eine von vier besonderen Fertigkeiten als Waffen- u. Taktikspezialist, Spezialist für Pionierwesen, Sanitätsspezialist oder Spezialist für Fernmelde- und Informationstechnik. Ihre Aufträge führen sie stets gemeinsam durch – im TEAM.

 

 

Aufgaben des KSK

 

Zu den besonderen Aufgaben gehören u.a.:

 

• Retten und Befreien aus Geiselsituationen

und Gefangenschaft

• Festsetzen von Zielpersonen

• Schutz von Personen und Einrichtungen in besonderen Situationen

• Gewinnen von Schlüsselinformationen in

Krisen- und Konfliktgebieten

• Kampfeinsätze gegen Hochwertziele

• Abwehr von terroristischer Bedrohung

• Zusammenarbeit und Ausbildungsunterstützung in Aufnahmestaaten

 

 

Anforderungen an den Kommandosoldaten

 

• körperlich leistungsfähig

• teamfähig

• lernwillig

• psychisch belastbar und willensstark

• stresstabil

• verantwortungsbewusst und verschwiegen

• in geordneten sozialen Verhältnissen lebend

 

 

Bewerbungsvoraussetzungen

 

Allgemein:

• deutsche Staatsangehörigkeit

• keine Vorstrafen

• charakterlich, körperlich und geistig geeignet

• fallschirmsprungtauglich und fallschirmsprungwillig

• uneingeschränkt außendienstfähig

 

Offiziere, Unteroffiziere m.P und Unteroffiziere o.P.:

• Offiziere bis 30 Jahre; UmP bis 32 Jahre und UoP bis 28 Jahre

 

Zivile Bewerber und Mannschaften:

• Alter 17 bis 27 Jahre

• Realschulabschluss bzw. gleichwertiger Bildungsstand

oder

• Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung

 

 

Ihre Chance

 

Wir bieten

• eine der interessantesten, vielseitigsten und professionellsten Ausbildungen, die die Bundeswehr zu bieten hat

• Zusammenarbeit mit international bekannten Spezialeinheiten und Polizeikräften

(US Special Forces, SAS, GSG 9 und vielen anderen)

• modernste Ausbildungseinrichtungen

• Ausbildungs- und Übungsphasen im Ausland

• Professionalität auf hohem internationalen Niveau

• modernste Bewaffnung und Ausrüstung

• verkürzte Beförderungszeiten

• Kommandozulage

• Prämiensystem

 

 

Auswahlverfahren KSK

 

Eignungsfeststellungsverfahren Teil I (1 Woche)

• Computer Assisted Testing (CAT) und Psychologische Auswahltests

• Überprüfen der körperlichen Leistungsfähigkeit

- Physical Fitness Test (mind. 3 Punkte pro Einzeldisziplin, mind. 20 Punkte gesamt);

- 5 Klimmzüge im Ristgriff

- 500 m Schwimmen in max. 15 min

- Überwinden der Hindernisbahn (Feldanzug, Helm) in max. 1:40 min

- Fallschirmsprungturm

(diese oben genannten Anforderungen sind Mindestleistungen die der Bewerber erfüllen muss)

 

10-wöchiges Vorbereitungsprogramm zur Vorbereitung auf den zweiten Teil

 

Eignungsfeststellungsverfahren Teil II (8 Tage)

• 7 km Geländelauf in Feldanzug mit 20 kg Gepäck in max. 52:00 min

• Überleben und Durchschlagen unter extremen Belastungen (1 Woche)

 

SERE / CAC Lehrgang (3 Wochen)

• davor Kommandogrundlagenausbildung (8 Wochen)

 

Nach erfolgreichem Bestehen des gesamten Auswahlverfahrens erfolgt die Versetzung zum KSK.

 

 

Ihr Weg ins KSK

Für zivile Bewerber und Mannschaften:

 

• Teilnahme an der Eignungsfeststellung für die Feldwebellaufbahn in einem Zentrum für Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr

• Einstellung als Kommandofeldwebelanwärter am „Ausbildungszentrum spezielle Operationen“ in Pfullendorf. (01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. jeden Jahres)

• 36-monatige Ausbildung zum Kommandofeldwebelanwärter / Fallschirmjägerfeldwebelanwärter.

• Dabei: Teilnahme am Auswahlverfahren KSK

• Bei bestehen Auswahlverfahren: Versetzung ins KSK und Beginn der Kommandoausbildung

• Bei Nichtbestehen: Einsatz als Fallschirmjäger-feldwebel in der Division für Schnelle Kräfte

 

 

Basisausbildung

zum Kommandosoldaten

 

• Dauer: 2 Jahre

• Ort: Ausbildungs- und Versuchszentrum KSK in Calw, Truppenschulen des Heeres, Spezialverbände und Ausbildungseinrichtungen anderer Spezialkräfte im In- und Ausland

• Ausbildung in Kommandokampf und Kommandokampftaktiken

• Fallschirmspringen, Nahkampf, Reaktionsschießen, Sprengen, Ausbildung an ATV´s, Sturmbooten, Ski-Doo`s etc.

• Spezielle Sanitätsausbildung

• Überleben in extremen Klimazonen:

Wüste, Dschungel, Arktis

• Spezialisierung auf eine Verbringungsart in einem unserer Spezialzüge (Land, Luft, Wasser, Hochgebirge)

• individuelle Spezialisierung als:

Waffen-, Spreng-, Fernmelde- oder Sanitätsspezialist

 

 

Bewerbung

 

Offiziere, Unteroffiziere m.P., Unteroffiziere o.P:

• Bewerbungsbogen beim KSK anfordern oder Mustervordruck aus GAIP 34-06-00

• Eine Ausfertigung über den nächsten Disziplinarvorgesetzten an Ihre personalbearbeitende Stelle, zweite Ausfertigung an das KSK – Leiter Personalwerbung.

 

 

Link für aktive Soldaten:

http://160.9.25.65/gaip4/index.php?title=GAIP_BAPersBw_Abt_IV_-_KeNr_34-06-00

 

 

Link für zivile Bewerber/Bundeswehr Beratungsstellenfinder:

http://mil.bundeswehr-karriere.de/portal/a/milkarriere/!ut/p/c4/DcexDYAwDATAWVgg7unYAmiQjV7BSgjRE8j6oKtOVvkVfT1q86tollmW3Ufr4fSclHQQwQ_C0EF7SgwVvDcDtf2TmqbhA9CbB5Q!/